Konzert: 11.10.2013 Heldmaschine – DeadCell, Backstage Halle

Klasse Show, klasse Sound, fantastischer Abend

Wenn man sich als Rammstein-Cover Band einen Namen gemacht hat, ist es immer schwierig, mit eigenen Projekten die Menge zu überzeugen. So ging es am 11.10.2013 auch den Mitgliedern der Band Heldmaschine (Völkerball). Der Vorverkauf verlief anscheinend nicht so gut, denn die Backstage Halle füllte sich gerade mal mit 60-70 Interessierten. Absolut schade, denn der Abend sollte so genial werden.

Doch bevor die Maschinisten die Bühne betraten, heizten die Musiker von DeadCell den Anwesenden ein. Die Niederländer ließen sich von der kleinen Menge nicht abschrecken und gaben alles auf der Bühne. Die Mädels an den Gitarren rockten und ließen die Saiten kreischen, Sänger Marcus packte immer wieder energisch sein „gehörntes“ Mikrofon und überzeugte mit seinem starken Gesang. Ich hatte die Band bereits als Support bei Hanzel und Gretyl im letzten Jahr gesehen. Das Jahr hat ihnen anscheinend sehr gutgetan, empfand ich sie doch jetzt als wesentlich angenehmer zu hören und zu sehen.

Der Umbau ging recht schnell vonstatten und als die Vorhänge den Blick auf die Bühne freigaben, musste ich wirklich staunen. Ein grandioses Bühnenbild hatten Heldmaschine aufgebaut. Wahnsinn, was alles auf der doch recht kleinen Fläche Platz gefunden hatte. Ein schwimmendes Gehirn in einer Wassersäule zog gleich meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich, bis Sänger René ins Licht trat. Im schwarzen Ledermantel, mit dunkler Brille sah man sofort die Ähnlichkeit zu Till Lindemann. Gestik, Mimik und Stimme verstärkten den ersten Eindruck und trotz eigener Texte hatte man immer das Gefühl, vor Rammstein zu stehen, Renés Individualität kam leider nur selten zum Vorschein, was ich sehr schade fand. Besonders gut hat mir das Stück „Weiter“ gefallen und „Doktor“. Zu diesem Lied wird am 20.10.2013 das offizielle Video erscheinen. Ich bin gespannt darauf. Hier bemerkte man einen Hauch Eigenständigkeit.
Die Stimmung im Publikum war hervorragend, man tanzte, schließlich war genug Platz vorhanden, man applaudierte und feierte. Auch die Band schien Spaß zu haben an diesem Abend, auch wenn sie sicherlich mehr Zuspruch und Zuhörer erhofft und verdient hatte.
Zu dem Song „Heldmaschine“ bekamen die männlichen Mitglieder der Band weibliche Unterstützung. Anna verzauberte mit klarem, verführerischem Gesang. Ein tolles Stück, das langsam das Ende des Abends einläutete.

Fazit: Das Gesamtkonzept wirkt absolut stimmig, die Band beeindruckte mit einer herausragenden Bühnenshow und klasse Sound. Eineinhalb Stunden gaben sie wirklich alles und konnten ihre Fangemeinschaft begeistern. Guter Grund, um ihnen beim Dark Munich Festival im April 2014 wieder einen Besuch abzustatten!

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Weitere Bilder von Peter Seidel: Metalspotter.de

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