Band der Woche: Stuka 696

Seit dem Jahre 2006 versuchen die Passauer die Tanzflächen zu elektronischen Schlachtfeldern zu machen. Ihren eigenwilligen Stil titulieren sie als „Industrial Body Music“. In den Genuss der außergewöhnlichen Musik kommen wir beim Dark Munich Festival im April.

Wer verbirgt sich hinter Stuka 696?
Stuka 696 besteht aus DJ Tinitus und DJ Xenestix. Live werden wir noch unterstützt von Alice (Synth) und unserer Tanztruppe, die uns helfen, das Publikum anzuheizen.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Industrial Body Music, so hat unser Mentor unsere Musik damals tituliert. Wir kombinieren Industrial mit EBM, aber anders als bei den anderen Kollegen in der Szene versuchen wir uns mehr auf Industrial und weniger auf Techno zu konzentrieren.

Wie würdet ihr einem tauben Mann den Sound von Stuka 696 beschreiben?
Harte Technobeats treffen auf verzerrte EBM-Bässe, die dann von Noisesequencen zerrissen werden. Es klingt wie ein akustischer Krieg.

Aus welcher Sorte Panik heraus ergeben sich die genialsten Lieder?
Ok, da muss ich automatisch an „One Way Ticket to Suicide“ denken. Wenn ich mir den Song anhöre oder ihn live singe, dann krieg ich heute noch Gänsehaut.
Aber generell denke ich, kann man aus jeder Sorte Panik nen guten Track machen, weil die Emotionen, die man dort empfindet, sehr ehrlich und persönlich sind, und das macht für mich gute Musik aus.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Stuka 696 – Album zu hören sein?
Schwierige Frage, da wir immer versuchen, unsere Grenzen auszuloten, und sehr experimentierfreudig sind. Zurzeit arbeiten wir zum Beispiel mit E-Gitarren, Dubstep Synths, House-Elementen usw. Aber ich denke, ne Triangel oder eine Mundharmonika wird sich bei uns nie wirklich heimisch fühlen.

Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mädchen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Hahaha … *zwinkert* Tja, da denke ich grad als Allererstes an unseren Song „Intoxicated“, da er genau das Thema behandelt, und würde spontan mit diesem antworten.

Von welchem Song wünscht ihr euch, dass ihr ihn geschrieben hättet?
Nine Inch Nails – „Right where it belongs“ … Einer der besten Songs, die je geschrieben wurden.

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Ich trinke nie, hahaha, ne Quatsch, generell stehe ich auf so Cocktailzeugs wie z.B. Zombie oder Caipirinha. Oder ganz klassisch Bier oder Whiskey, manchmal auch alles auf einmal, dazu noch Vodka Bull, und der Abend hat Lücken …

Woran erkennt man einen Freund?
Daran wie man miteinander auch nach Jahren noch auskommt und sich gegenseitig Fehler vergeben kann. Es kam auch schon vor, dass ich gute Freunde jahrelang nicht gesehen habe, weil sie weggezogen sind, aber wenn man sich nach Jahren wiedertrifft, ist alles so, als hätte man sich nie aus den Augen verloren.

Wer war der Held eurer Kindheit?
Batman. Seine Geschichte und sein Auftreten haben immer Faszination auf mich ausgeübt.

Sind wir allein im Universum?
Über das Thema philosophieren wir sehr oft, und ich für meinen Teil denke nicht. Wäre auch ziemlich egoistisch zu glauben, wir wären nur die einzige Spezies in diesem Universum.

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Ziemlich viel bis jetzt. Als Nächstes steht mein DJ-Set in Regensburg, dann das DMF. Unser Album ist in den letzten Stadien und kurz vor der Veröffentlichung, das dann auf einer Release-Party veröffentlicht wird. Dazwischen nochmal Konzerte und dann wieder DJ-Gigs. Zwischendrin hoffe ich, mein Soloprojekt Tinitus wieder aufleben lassen zu können.
Hoffentlich kommen noch ein paar Termine mehr.

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