Düstere Seite

2006 gründete sich in den Niederlanden die Band Deadcell. Mit ihrem Industrial-Metal begleiteten sie die letzten Jahre u.a. Die Krupps, KMFDM, Deathstars und Gothminister. 2013 brachten sie ihr fünftes Album The Dark Side Of Light auf den Markt.
Ich hatte bereits zweimal das Vergnügen, die Band live zu sehen. Grund genug für mich, das aktuelle Album mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Die „Ode to Fuck“ verleitete mich bereits nach kürzerem Hören dazu, den Kopf zu schütteln. Die Gitarren sind wahnsinnig dominant, die elektronischen Einflüsse verstärken den harten Sound. Typischer Industrialsound gleich zu Beginn. Das Album scheint eine richtig harte Scheibe zu sein. Die nächsten Songs bestätigen die Vermutung.
Die zwei Mädels an den Gitarren sind einfach umwerfend und absolut genial. Harte, zackige Riffs, knallharte Beats trommeln im Gehörgang. Sie beherrschen ihre Instrumente, überraschen immer wieder mit unterschiedlichen Rhythmen, Tempowechsel sind gar kein Problem. Nach drei Songs bin ich absolut begeistert. Diese Faszination hält sich auch über das gesamte Album!
„My sacred House“ wird mein Lieblingssong, den könnte ich stundenlang hören. Marcus Bodine hat eine grandiose Stimme, sehr rauchig aber kraftvoll. Sie kann aber auch weich und einfühlend klingen. Das aber nur in vereinzelten Passagen. Und das ist auch gut so!
Das Album bietet sehr abwechslungsreiches Material. Viel Augenmerk wurde auf die Gitarren gelegt, die bei jedem Song im Vordergrund stehen, dennoch immer variieren und und oft zum Headbangen verleiten.

Fazit: Für mich ist The Dark Side Of Light ein erstklassiges Industrial-Metal-Album. Es überzeugt mit knallharten Riffs, rauchiger Stimme und abwechslungsreichem Sound.

moschmoschmoschmoschmosch

Anspieltipp: My sacred House

Deadcell – The Dark Side Of Light
Label: Zero to Midnight Records
MP3-Album: €9,89

Tracklist:
1. Ode To Fuck
2. Dog of War
3. Fear Heaven, Burn the King
4. The Dark Side Of Light
5. My Sacred House
6. Live to tell
7. Die Tomorrow
8. L’anima finita
9. Ode to Fuck (extended)
10. Unchained (video version)

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